Tee Wissen über die Handwerkskunst orthodoxer H...

Tee Wissen über die Handwerkskunst orthodoxer Herstellung

Bei Ronnefeldt ist Teeherstellung Handwerkskunst

Seit 1823 ist das Teehaus Ronnefeldt der traditionellen Teeherstellung verpflichtet. Feinste Blatt-Tees entstehen daher nicht industriell, sondern handwerklich.

Genau diese Handwerkskunst in der Herstellung hat man gemeinsam mit den Partnern in den Teegärten zur Perfektion gebracht.

Ronnefeldt kauft und verkauft ausschließlich orthodox, also traditionell hergestellte Tees, obleich diese lediglich 29 % der Weltproduktion ausmachen. Aber genau die Auswahl und die sorgsame Verarbeitung des Teeblattes machen den Unterschied in Aroma, Qualität und Teegenuss, den Sie schmecken können.

Klassische Herstellung Schwarzer Tees

  1. Pflücken - Der Tee wird sorgfältig geerntet, das bedeutet von Hand nach einem weltweit gleichen Prinzip für Ronnefeldt gepflückt: Zwei Blätter, eine Knospe (two leaves, one bud). Gleich nach der Ernte gelangen die frischen, grünen Blätter in den fünfstufigen Prozess der orthodoxen Teeherstellung, die aus den nachstehend beschriebenen Produktionsschritten besteht.
  2. Welken - In großen Welktrögen ruht der Tee unter Warmluftzufuhr ca. 12-18 Stunden. Solange dauert der Welkvorgang, bei dem das Blattgut einen Großteil seiner Feuchtigkeit und erheblich an Volumen verliert.
  3. Rollen - In der Rollmaschine brechen rotierende Scheiben die Zellen der Teeblätter auf, ohne sie zu zerstören. Dabei tritt der Zellsaft aus. Die Verbindung von Zellsaft mit dem Sauerstoff der Luft führt zur Fermentation. Die in der Teesprache verwendete Begrifflichkeit "Fermentation" hat sich durchgesetzt, obwohl es eigentlich eine Oxidation ist.
  4. Fermentieren - Die durch das Rollen ausgelöste Fermentation ist ein Oxidationsprozess und dauert ca. 2-3 Stunden. Dabei oxidiert der Zellsaft durch die Verbindung mit dem Sauerstoff, die Blätter verfärben sich kupferrot und es bildet sich das typische Teearoma.
  5. Trocknen - Im Etagentrockner wird dem Tee bei ca. 90°C die Restfeuchtigkeit entzogen, und der oxidierte Zellsaft trocknet am Blatt. Hier bekommt der Tee seine dunkle, schwarze Farbe. Dieser Vorgang dauert ca. 20 Minuten und wird präzise überwacht, damit der Tee keinen verbrannten Geschmack entwickelt. Am Ende der Trocknung beträgt die Restfeuchte ca. 3%.
  6. Sortieren - In diesem letzten Schritt wird der Tee mit Rüttelsieben in vier verschiedenen Haupt-Blattgrade sortiert. Dabei erhält man die hochwertigen Blatt-Tees, Broken-Tees, Fannings und den Teestaub, genannt Teadust. Die Sortierung Dust genügt den Qualitätsansprüchen von Ronnefeldt nicht und wird daher nicht eingekauft.

 

Sprechen Sie Tee?

Die Fachbegriffe des Tea Tasters auf einen Blick

Die Gaumen und Nasen von professionellen Tea Tastern sind unbestechlich. Kein Wunder, sie müssen sehr fein justiert sein und Nuancen schmecken und riechen, die anderen vielleicht entgehen. Besonders wichtig ist, dass sie auch Fehlnoten beim Tee entdecken. Zum Beispiel ein stumpfer, fader Geschmack, wenn Tee nicht richtig fermentiert wurde. Leicht vergorene Noten, wenn er nicht richtig getrocknet wurde. Deshalb entscheiden die Tea Taster bei Ronnefeldt über Auswahl, Einkauf und Qualität. Und Sie entwickeln die köstlichen neuen Kreationen, die Teetrinkern Freude machen.

  • Liquor - Bezeichnung für den Aufguss des Tees und seine geschmackliche Qualität
  • Character - Herausragende Eigenschaft eines Tees
  • Flavour, aroma, nose - Der Duft des trockenen Tees, aber auch der frisch aufgegossenen Tassenprobe
  • Strength - Die Kraft eines Tees. Bezeichnet einen intensiven Geschmack voller Kraft und Frische
  • Body - Bezeichnet eine kräftige Tasse, also einen vollmundigen Tee
  • Thick - Konzentrierte, dunkle Tasse
  • Brisk - Ein "lebhafter" Aufguss von kräftigem Charakter, im Unterschied zur "flauen" Tasse
  • Point - Herbe Frische
  • Poor - Der Tee schmeckt dünn, wenn es zu viel geregnet hat
  • Full - Eine kräftige Tasse ohne bitteren Geschmack
  • Biscuity - Ein noch angenehmes Aroma, das in der Hauptsache bei Assam-Tees auftritt, die etwas zu scharf und schnell getrocknet wurden
  • Malty - Ein zu heiß getrockneter Tee. Schmeckt in der Tasse, als ob der Tee leicht überfeuert wurde. Erinnert an Malz oder Karamell

 

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Den richtigen Riecher haben

Besten Tee erkennt man mit geschlossenen Augen

Beim Essen und Trinken werden alle unsere Sinne angesprochen: Augen, Ohren, der Tastsinn, die Geruchs- und Geschmacksempfindungen. Schon bevor etwas unsere Lippen berührt, versucht das Gehirn möglichst viele Informationen zu sammeln. Wie riecht es? An was erinnert es? Ist es genießbar und schmeckt es?

Dämpfe, Gerüche und Aromen werden blitzartig und weitgehend unbewusst wahrgenommen. Sie entscheiden darüber, ob uns genussvoll das Wasser im Mund zusammenläuft oder wir zurückschrecken.

Es gibt zwei Arten zu riechen. Das sogenannte "orthonasale" Riechen, wenn der Duft von vorn durch die Nasenlöcher gelangt. Und "retronasal", wenn die Duftmoleküle von hinten über den Gaumen quasi "rückwärts" zur Riechspalte diffundieren. Hier entfaltet sich erst das wahre Aroma. Beim Kauen und besonders beim "Schmatzen" werden viele flüchtige Aromen in Nahrung und Getränken freigesetzt. Sie reizen die Riechzellen im Nasenrachenraum. Dieses retronasale Riechen und der Geschmackssinn bestimmen unsere Eindrücke.

Aroma ist also ein Sinneseindruck, der aus Geschmack und Geruch kombiniert ist. Unsere Geschmackssensoren und die Nasenschleimhaut können mehr als 400 Duftstoffe wahrnehmen, über zehntausend verschiedene Aromen und Millionen von Duftstoffen unterscheiden.

Dagegen ist die Zunge ein simples Instrument. Die Zunge alleine kann nur wenige, einfache Geschmacksreize wahrnehmen. Gerade einmal fünf Geschmacksrichtungen kann sie unterscheiden: süß, sauer, salzig, bitter und umami (herzhaft, fleischig). Der Sinneseindruck von Schärfe, etwa durch Pfeffer, Chili, Ingwer und Pfefferminze hervorgerufen, wird über Schmerzsensoren wahrgenommen. Kaum ein Nahrungsmittel ist so nuancenreich und fein wie das Naturprodukt Tee. Teekenner sollten deshalb vor allem Ihrer Nase vertrauen können.

Blumig, spritzig, zart, grasig, fruchtig, malzig, rauchig, herb... Noch bevor der Tee Zunge und Gaumen erreicht, erkennen Teekenner Ihr liebstes Getränk am feinen Duft und Aroma, das es verströmt. Exzellentem Tee eilt ein delikates Versprechen voraus.

Übrigens - das Wort "Aroma" bedeutet im Griechischen und Lateinischen das Gleiche: "Gewürz, Wohlgeruch". Heute beschreiben wir damit einen Geschmack und/oder einen Geruch. Zum anderen beschreibt "Aroma" das Lebensmittel, welches zur Aromatisierung von Nahrungsmitteln, u.a. unserer Tee-Produkte, genutzt wird. Beides nehmen wir wahr, wenn wir einen exzellenten Tee vor uns haben.

 

Ein Hauch von Geschichte

Seit der frühzeitliche Mensch begann, seine Nahrung zuzubereiten, kann man von Aromatisierung und Veredelung von Lebensmitteln sprechen. Das erste Aroma war gleichzeitig ein Konservierungsmittel - der Rauch. Genutzt wurde er, um Lebensmittel herzustellen, die Haltbarkeit zu verlängern oder um zu veredeln. Dazu kamen Kräuter und Gewürze.

Im alten Ägypten, wo um ca. 4000 v.Chr. das Bierbrauen erfunden wurde, bevorzugte man bereits fruchtige Biernoten: Dazu mischte man dem Gebräu verschiedene Fruchtkonzentrate bei, um es zu aromatisieren.

Um 800 erließ Karl der Große eine Verordnung, in der mehr als 70 besonders anbauwürdige Kräuter genannt wurden, die in Kloster-Gärten anzubauen seien.

Vor mehr als 800 Jahren wurden in China bereits Teespezialitäten mit dem Duft frisch gepflückter Blüten aromatisiert. Aus Grüntee oder später dann einer Mischung aus Grün- und Schwarztee entstanden durch die Zugabe von Blüten Rosentee oder Jasmintee.

Im mittelalterlichen Europa verwendete man pflanzliche Essenzen, Tinkturen und ätherische Öle vorwiegend als Arzneimittel. Eine große Kennerin von Heilpflanzen und Aromen war die Benediktinernonne Hildegard von Bingen (1098 bis 1179), eine bedeutende Universalgelehrte ihrer Zeit.

Noch zu Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert waren Aromen wie Pfeffer, Chili oder Zimt begehrte und teure Handelsobjekte, die sich nur Wohlhabende leisten konnten. Etwa zur gleichen Zeit entdeckte man Substanzen zum Aromatisieren, die aus Pflanzenmaterial gewonnen oder im Labor hergestellt werden konnten.

Heute ist es möglich, eine Vielzahl von Aromastoffen durch chemische Verfahren herzustellen oder aus Naturprodukten zu isolieren. Hierdurch ergeben sich unzählige Geschmackskompositionen wie z.B. Bratapfel-Aroma oder der Geschmack nach Zitronencreme.

 

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Wie bleibt grüner Tee grün?

Grüner Tee ist der ursprüngliche Tee, der Jahrtausende lang die Teekultur in China und Japan prägte und dies auch heute noch tut. Grundlage sind, wie auch beim Schwarzen Tee, die Blätter des Teebusches. Wie aber bleiben diese grün? Indem man die Fermentation verhindert. Dafür hat jedes der beiden Länder seine eigene Methode entwickelt.

Die chinesische Methode

In sehr heißen und großen Pfannen (Wok) werden die frischen Teeblätter ca. 30 Sekunden erhitzt. Dadurch werden die Enzyme inaktiviert, weshalb keine Fermentation stattfinden kann. Danach werden die Teeblätter per Hand oder maschinell gerollt und dann schonend getrocknet. Das Aroma bleibt dadurch bis zum Aufguss mit heißem Wasser in den Teeblättern bewahrt.

Der Tee bleibt grün. Der Geschmack ist zartherb und aromatisch. Die Tassenfarbe schimmert hellgelb.

Die japanische Methode

In großen Dämpftrommeln wird das grüne Blattgut heißem Wasserdampf von etwa 100°C ausgesetzt. Dies ist einem Blanchiervorgang ähnlich, der die Enzyme in 2 Minuten inaktiviert, sodass keine Fermentation stattfindet. Auch bei der japanischen Methode werden die Teeblätter danach per Hand oder maschinell gerollt und schonend getrocknet. Das Aroma bleibt ebenfalls bis zum Aufguss mit heißem Wasser in den Teeblättern bewahrt.

Auch hier bleibt der Tee grün. Sein Geschmack ist frisch, mittelherb und etwas grasig. In der Tasse schimmert es leuchtend grün.

 

Weißer Tee: Ursprünglich dem Kaiser vorbehalten

Weißer Tee stammt auch von der Teepflanze Camellia Sinensis und wird nicht fermentiert. Die Teeblätter werden gepflückt und anschließend ca. 72 Stunden in der Sonne gewelkt und zum Teil, je nach Sorte, auch zwischendurch geformt. Nach dem Welken ist der Tee trocken und wird dann verpackt. Der Geschmack ist fein, blumig, lieblich. Die Tassenfarbe schimmert hellgelb.

 

Oolong Tee: Teilfermentierter Tee

Das Besondere am Oolong Tee ist, dass die Herstellung eines grünen und eines schwarzen Oolongtees möglich ist. Der Unterschied liegt in der Dauer der Fermentation. Bei einer kurzen Fermentation entsteht ein grüner Oolong, da die Teeblätter während der Fermentation ruhen, und nur wenige Blattzellen aufgebrochen werden. Anders ist es bei der Herstellung von schwarzen Oolong Tees. Hier werden während der Fermentation die Teeblätter ca. alle 2 Stunden mit der Hand bewegt, oder auch in einer Basttrommel, damit die Teeblätter nicht aneinander festkleben und die Fermentation gleichmäßig stattfinden kann. Dadurch brechen weitere Blattzellen auf, an denen die Fermentation stattfindet, das Teeblatt wird dunkler, so entsteht der schwarz ausgebaute Oolong Tee. Anschließend werden die Tees nach dem Welken für kurze Zeit in Trommeln erhitzt, um die Fermentation zu stoppen. Diese Methode ist vergleichbar mit der Pfannenröstung in China. Anschließend werden die Teeblätter für das unterschiedliche Aussehen geformt. Es folgt die Trocknung im Etagentrockner, die bis zu 1 1/2 Stunden dauern kann.

Der sortentypische Charakter des grün ausgebauten Oolongs ist fruchtig, blumig oder auch cremig und die Tassenfarbe schimmert gelb. Beim schwarz ausgebauten Oolong ist der Geschmack nussig, brotig, süß. Die Tassenfarbe ist hellbraun schimmernd.

 

Klassische Teesorten: Geschmacksvielfalt orthodoxer Tees

Neben der Qualität der Teeblätter ist die schonende Verarbeitung der wichtigste Faktor für Geschmack und Aroma. Aus diesem Grund wird bei Ronnefeldt ausschließlich traditionell verarbeiteter Tee angeboten. Dieses sogenannte orthodoxe Verfahren verlangt viel Können, Sorgfalt und Handarbeit: vom Pflücken, über das Welken, Rollen, Fermentieren bis zum Trocknen und Verpacken. Die so hergestellten Blatt-Tee-Sorten entwickeln in der Tasse das beste und feinste Aroma, je nach Bodenbeschaffenheit, Klima, Zeitpunkt des Pflückens und Verarbeitung.

Ein besonders wichtiger und ausschlaggebender Faktor für den finalen Tee ist unter anderem die Verarbeitung. Hierbei spielt die Fermentation bzw. Nicht-Fermentation eine sehr große Rolle. Bei der Fermentation, einem Oxidationsprozess, verfärben sich Schwarztee Blätter beispielsweise nicht nur von Grün zu Braun, sondern es entstehen neue ätherische Öle. Durch diese wiederum entsteht ein neues, individuelles Geschmacksbild.

Doch wie kommt diese natürliche und nuancenreiche Geschmacksvielfalt zustande, die man sonst nur bei wenigen anderen Lebensmitteln findet?

Die folgende Übersicht zeigt, welchen Einfluss die individuelle Fermentation auf den Nuancenreichtum eines Tees hat.

  • Schwarzer Tee: Fermentiert; die Länge der Fermentation hängt von der Teesorte, dem Fermentationsmeister und dem Klima ab. Geschmack: Kräftig, vollmundig, zum Teil malzig.
  • Pu-Erh: Spezielle Art der Fermentation, ca. 40 Tage lang. Geschmack: Kräftig, nach Erdboden, Pilzen, intensiv, gereift, holzig, fast modrig.
  • Schwarzer Oolong Tee: Länger teilfermentiert, zu ca. 70%. Geschmack: Ähnlich wie Schwarzer Tee, brotig, nussig.
  • Grüner Oolong Tee: Kürzer teilfermentiert, zu ca. 30%. Geschmack: Ähnlich wie Grüner Tee aus China, frisch, blumig.
  • Grüner Tee aus China: Keine Oxidation, die Fermentation wird durch Erhitzen im Wok unterbrochen. Geschmack: Leicht nussig, manchmal rauchig, dezent geröstet.
  • Grüner Tee aus Japan: Keine Oxidation, die Fermentation wird durch Dämpfung verhindert. Geschmack: Sehr grün, frisch, algig.
  • Weißer Tee: Zufällige Oxidation, dort wo das Blatt gebrochen ist. Geschmack: Sehr dezenter Geschmack, weich und mild.

 

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Klassische, aromatisierte Tees: Traditionell veredelte Teespezialitäten

Bereits vor mehr als 800 Jahren wurden Teespezialitäten aromatisch verfeinert. Man verwendete Grüne Tees oder später dann Mischungen aus Grün- und Schwarztees. Der Tee wurde in diesem Verfahren so lange mit frischen Blüten veredelt, bis das gewünschte Aroma erreicht war. Die heute bekanntesten Sorten sind Rosentee und der Jasmintee.

Ebenfalls großer Beliebtheit erfreuen sich auch Tees, die mit Zitrusaromen verfeinert wurden. Der berühmteste aromatisierte Schwarze Tee ist der Earl Grey, der mit dem Aroma der Bergamotte veredelt wird.

 

Aromatisierte Tees: Erlesene Vielfalt und feine Aromastoffe

Bei allen Tee-Sorten finden Sie bei Ronnefeldt auch die Kategorie "aromatisiert". Ob Teesorten wie Schwarzer oder Grüner Tee, Kräuter- oder Früchtetee - stets hat der Kunde die Wahl zwischen dem puren, klassischen Teegenuss und edel fruchtigen oder exotisch verfeinerten Varianten.

Für die Aromatisierung und Verfeinerung sind die Tea Taster zuständig. Sie kombinieren die Teeblätter, Früchte und Kräuter mit hochwertigen Blüten, Fruchtstückchen, Blättern, Beeren, Schalen und Aromen zu besonderen Tee-Kompositionen. Auch der Duft spielt eine große Rolle bei der Aromatisierung. Denn der individuelle Geruch eines Tees vermittelt oftmals den ersten Geschmackseindruck. Unsere Tea Taster legen auch großen Wert auf den Duft des trockenen Blattes, da dieser dem Geschmack der aufgegossenen Tasse ähnlich sein soll.

Ronnefeldt bietet für jeden Anspruch und Geschmack eine große, aromatische Auswahl exzellenter Tees.

 

Wie das Aroma in den Tee kommt: Aromeneinsatz beim Teehaus Ronnefeldt

Es gibt eine Vielzahl von Möglichekiten, Tee mit dem gewünschten Aroma zu veredeln.

  1. Nach der Pflückung bzw. während des Trocknungsprozesses werden frische, duftende Jasminblüten bzw. Rosenblüten beigemengt. Jasmintee: dem fertigem Tee werden frische Jasminblüten beigemischt und diese werden, wenn sie ihren Duft abgegeben haben, wieder herausgesammelt. Das feine Aroma bleibt erhalten. Bei Rosentee verbleiben die Blütenblätter der Rosen im Tee.
  2. Duftende Fruchtstücke, Kräuter, Gewürze oder Blütenblätter werden dem Tee beigemischt und mit aufgebrüht.
  3. Aromen und Öle in flüssiger Form werden dem Tee beigemengt. Die Flüssigkeit verbindet sich beim Mischen in großen Trommeln mit den Zutaten und fertig ist der aromatisierte Tee.
  4. Aroma als Granulat für Teebeutel

Die meisten Tees werden heute im Trommelverfahren aromatisiert. Der Tee kommt in eine Trommel und wird nach einem streng festgelegten Verhältnis mit den aromatischen Zutaten wie Blüten, Gewürzen oder Aromen bzw. Ölen maschinell vermischt. Das Mischen des Tees dauert so lange, bis der Tee sein Aroma angenommen hat.

Wie Ronnefeldt seinen Tee aromatisiert

Zur Aromatisierung der Teesorten werden beim Teehaus Ronnefeldt Aromen, natürliche Aromen und auch ätherische Öle eingesetzt.

Die Tea Taster entwickeln immer wieder neue Kreationen und spannende, leckere Kompositionen. Dazu prüfen sie zunächst, welche Aromen für welchen Tee am besten geeignet sind, um einen erstklassigen Geschmack zu erzielen. Je nach Teesorte, Blattgrad, Blending und Sensorik fällt dann die Wahl auf ein Aroma, ein natürliches Aroma oder ein ätherisches Öl. Dann wird gemischt, getestet und verkostet, bis die Damen und Herren mit dem feinen Riecher und dem sensiblen Gaumen wirklich überzeugt sind. Um den bestmöglichen Geschmack anbieten zu können, werden manchmal auch beide Aromaarten eingesetzt.

Dem Geschmack auf der Spur

Die hohe Kunst der Tea Taster besteht darin, aus unterschiedlichen Tee-Qualitäten und Aromen immer neue, geschmackvolle Teemischungen zu kreieren. Die Voraussetzung für diesen Beruf ist ein feiner Geschmacks- und Geruchssinn und viel Liebe zum Produkt.

Warum verwendet man nicht nur Aromen, die aus den Grundprodukten selbst hergestellt werden?

Diese Forderung ist oft zu hören: Erdbeeraroma nur aus Erdbeeren! Vanillearoma nur aus Vanille! Pfefferminzaroma nur aus Pfefferminze! Bei einer Reihe von Pflanzen geht das. Bei anderen gibt es natürliche Grenzen:

  • Kräuter- und Gewürzpflanzen wie Zimt, Ingwer oder Rosmarin gibt es je nach Ernte ausreichend.
  • Auch Zitrusfrüchte stehen in großem Umfang zur Verfügung. Besonders die Fruchtschalen, die das ätherische Öl enthalten. So lassen sich Aromen wie Bergamotte, Orange, Zitrone, Mandarine, Grapefruit oder Limette weitestgehend aus diesen Quellen gewinnen.
  • Schwieriger sieht es bei Früchten oder Pflanzen aus, die nur wenige Aromen enthalten und nicht überall anzubauen sind, wie z.B. Erdbeeren oder Vanille. Sie können nicht in ausreichender Menge aus dem vorhandenen Rohstoff erzeugt werden. Hier versuchen Aromenhersteller, andere Stoffe zu erschließen, die ihren natürlichen Vorbildern nahe kommen.

Aromastoffe:

Aromastoffe sind chemisch definierte Stoffe mit Aromaeigenschaften. Lange unterschied man zwischen natürlichen, naturidentischen und künstlichen Aromastoffen (Aroma setzt sich aus Aromastoffen und Trägerstoffen zusammen).

Seit 2011 wurden die Bezeichnungen "künstliches" bzw. "naturidentisches Aroma" unter dem Begriff "Aroma" in der neuen Aromenverordnung zusammengefasst. Natürliche Aromen können weiterhin die Bezeichnung "natürliche Aromen" tragen. Beide sind in ihrem chemischen Aufbau gleich und daher im Geruch oder Geschmack kaum zu unterscheiden, obwohl sie andere Ursprünge haben. Aromen werden zum Beispiel aus Säuren oder Alkoholen gewonnen, natürliche Aromen entstehen beispielsweise aus Früchten oder Blüten.

Bio Tees dürfen nur mit Öl und natürlichem Aroma aromatisiert werden. Es darf kein Aroma eingesetzt werden.

Durch den Verzehr von aromatisierten Lebensmitteln hervorgerufene Probleme sind nicht bekannt. Allergische Reaktionen, die durch einzelne Aromastoffe hervogerufen werden, sind ebenfalls nicht beschrieben.

Wie verwendet Ronnefeldt die Begriffe "Aroma" bzw. "natürliches Aroma"?

Rechtlich ausreichend wäre es, nur den Begriff Aroma zu nennen. Wir möchten unseren Kunden aber mehr Informationen geben. Überall da, wo natürliches Aroma eingesetzt wird, wird es explizit in die Zutatenliste aufgenommen.

Wenn bei den Zutaten von Ronnefeldt-Tee der Begriff "natürliches Aroma" steht, bedeutet das:

  1. Es handelt sich um ein Aroma aus natürlichen Aromastoffen.
  2. Nur "Aroma" heißt bei Ronnefeldt: Es handelt sich um ein ehemals naturidentisches, also synthetisch hergestelltes, Aroma. Diese Aromen werden mittels chemischer Verfahren unter kontrollierten Bedingungen anhand natürlicher Vorbilder gewonnen.

Wichtig zu wissen

Künstliche Aromen werden auf chemischen Wege gewonnen, haben allerdings kein natürliches Vorbild. Diese Aromengruppe findet bei Produkten des Teehauses Ronnefeldt keinerlei Verwendung!


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