Familie Morimoto und Michaele Moosbrugger vom Tee Shop

Tee Produzenten der Moses Japan Tee Selektion

Haruyo & Shigeru Morimoto auf Europa-Besuch - auf dem Foto mit Michaele Moosbrugger vom Moses Tee Shop

Familie Morimoto und Michaele Moosbrugger

Als Haruyo und Shigeru vor etwa 40 Jahren mit einer einzigen Parzelle einen winzigen Teegarten in der Präfektur Miyazaki gründeten, begann die Geschichte des Morimoto Grüntees. Die beiden Morimotos entwickelten sich mit den Jahren zu einem eingespielten Team und mit ihrer Erfahrung im Teeanbau wuchs zugleich auch die Betriebsgröße. Mittlerweile werden insgesamt etwa acht Hektar bewirtschaftet und die Teeblätter werden auf einer eigenen Anlage verarbeitet.
Die Sorge um eine intakte Umwelt und um die Gesundheit ihrer beiden Töchter bewog sie Ende der 1980er dazu, den Teegarten Schritt für Schritt auf ökologischen Anbau umzustellen. Eine Besonderheit der Familie Morimoto ist, dass Sie außergewöhnlich viele unterschiedliche Teestrauchsorten, u.a. Okumidori, Kanayamidori und Sakimidori anbauen, und damit die Grundlage für eine Fülle verschiedener Geschmacksrichtungen bieten. Dadurch heben sich ihre Tees deutlich von denen anderer Teegärten ab, die vorwiegend Yabukita-Pflanzen kultivieren.

Tipp: Informationen über weitere japanische Teebauern, deren Tees wir im Sortiment haben, finden Sie in unserem Reise-Blog.

Die Geschichte des Bio-Teegartens Hayashi in der Präfektur Mie

Der Bio-Teegarten der Familie Hayashi liegt auf Honshu, der größten der vier Hauptinseln Japans. Er ist mit dem Zug etwa eineinhalb Stunden von Nagoya entfernt in Richtung der Meeresküste in der Präfektur Mie zu finden. Diese idyllische Lage ist nicht nur ideal für den Anbau von hochwertigem Tee, sondern auch ein Symbol für die jahrzehntelange Hingabe der Familie Hayashi zur ökologischen Landwirtschaft.

Iwao Hayashi ist in der japanischen Bio-Szene eine bekannte Persönlichkeit. Bereits Ende der siebziger Jahre entschied er sich, den Betrieb auf eine ökologische Bewirtschaftungsweise umzustellen. Durch seine Expertise in natürlichen Methoden zur Abwehr von Schädlingen wurde er zu einem wichtigen Berater für andere Bio-Teegärten in Japan, insbesondere in Uji (Kyoto-Präfektur) und in der Präfektur Miyazaki.

Nach der Einführung des japanischen Bio-Zertifizierungs-Systems „yuki-JAS“ ließ Iwao Hayashi den Teegarten entsprechend zertifizieren. Seit Juni 2010 ist der gesamte Betrieb auch nach den strengen EU-Bio-Richtlinien zertifiziert, was die hohe Qualität und die nachhaltige Produktionsweise der Hayashi-Tees unterstreicht.

Einzigartige Teeproduktion und Geschmackserlebnis

Heute wird die Produktion des Familienbetriebs von Kimihiko Hayashi, dem Sohn von Iwao Hayashi, geleitet. Iwao Hayashi selbst widmet sich weiterhin mit Leidenschaft dem Anbau und der Pflege der Teepflanzen. Ein besonderes Merkmal der Tees der Familie Hayashi ist die „halb fukamushi“-Technik. „Fukamushi“ bedeutet „tiefer Dampf“ und bezieht sich auf die längere Dampfbehandlung der Teeblätter, um den Fermentationsprozess zu stoppen. Die Grünen Tees der Hayashis liegen genau zwischen den Kategorien „kurz gedämpft“ und „tief gedämpft“.

Diese spezielle Dampfbehandlung führt dazu, dass die Blattstruktur der Teeblätter weiter aufgeschlossen wird. Dies hat mehrere Auswirkungen: Die nadelförmigen Blätter brechen leichter und sind kürzer als die härteren Blätter eines kurz gedämpften Tees. Zudem ergibt sich durch die aufgeschlossene Blattstruktur ein intensiverer Geschmack und eine leuchtend grüne Tassenfarbe. Oft genügt eine Ziehzeit von weniger als einer Minute, um eine volle, intensive Tasse Tee zu erhalten, die gleichzeitig leicht trübe ist – ein Zeichen für die vielen gelösten Inhaltsstoffe.

Der Geschmack der Grünen Tees aus dem Hause Hayashi ist frisch und weich, intensiv, aber nicht bitter. Diese Tees sind nicht nur ein Genuss für die Sinne, sondern tragen auch den Pioniergeist von Iwao Hayashi in sich, dessen Engagement für den biologischen Anbau wir hochschätzen. Die Tees der Familie Hayashi sind ein Symbol für Qualität und Nachhaltigkeit, die jeden Teeliebhaber begeistern.

Unsere Partner Marimo Teeraum haben eine sehr interessante und fundierte Zusammenstellung gemacht, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Schon vor über 5000 Jahren wurden Auszüge aus Tee-Blättern zu medizinischen Zwecken in China verwendet. Erst im 6. Jahrhundert wurde Tee zum Volksgetränk und verbreitete sich in weiten Teilen Asiens, unter anderem in China, Indien und Japan. 

Im grünen Tee sind je nach Sorte beträchtliche Mengen Vitamin C vorhanden, in etwa vergleichbar mit Zitronensaft. Da Vitamin C hitzeempfindlich ist, erweist sich die Zubereitung mit 60 – 75°C heißem Wasser als günstig, da so nur ein kleiner Teil bei der Zubereitung unwirksam wird.

Auch für weitere Vitamine ist grüner Tee eine interessante Quelle. Gerade das Vitamin K kommt in größeren Dosen vor. Folsäure ist zwar in weit geringerem Maße vorhanden. Wird jedoch bedacht, dass in weiten Teilen der Bevölkerung zu wenig Folsäure aufgenommen wird, scheint der grüne Tee eine interessante Ergänzung zu sein.

Von besonders großer Bedeutung sind die Teepolyphenole (Catechine oder Gerbstoffe). Wichtige Vertreter sind das Epigallocatechingallat, Epigallocatechin, Epicatechingallat und Epicatechin. Diese Stoffe wirken antioxidativ und werden in Bezug auf Krebsprävention diskutiert. Hier möchten wir besonders auf unseren Kafun Catechin Tee hinweisen.

Grüner Tee enthält daneben auch Coffein, Theobromin und Theophyllin. Diese Purinalkaloide sind für die anregende Wirkung verantwortlich. Durch das gemeinsame Auftreten dieser anregenden Stoffe mit Catechinen ist der Tee gut verträglich. Wo hingegen beim Kaffee das Coffein mit Chlorogensäuren gemeinsam auftritt und zu Magenbeschwerden führen kann.

Der grüne Tee ist auch eine interessante Quelle für Mineralstoffe. Dabei sticht besonders der beträchtliche Fluoridgehalt hervor. Die Teepflanze (Camelia sinensis) ist die Nahrungspflanze mit dem höchsten Fluoridgehalt.

Je nach Anbaugebiet (Höhenlage, Klimazone) und auch je nach Teesorte variieren die Mengen der Inhaltsstoffe. In jungen Blättern ist der Coffeingehalt am höchsten, in älteren ist hingegen der Catechingehalt höher.